G20 Gipfel beschließt Steuergestaltungsmöglichkeiten einzuschränken

Auf ihrem zweitägigen Gipfel im russischen St. Petersburg am 5. und 6. September 2013 haben sich die G20 Staaten entschlossen, die Steuerflucht stärker zu bekämpfen. Sie wollen damit beginnen, Daten auszutauschen und Großkonzerne stärker zu kontrollieren. International aufgestellten Unternehmen soll es künftig erschwert werden, Steuerschlupflöcher zu nutzen. Grundlage dafür ist ein von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelter Aktionsplan. In dem OECD-Projekt zur Bekämpfung von Steuerverkürzung und Gewinnverschiebung (Base Erosion and Profit Shifting - kurz: BEPS) sollen die Ursachen für niedrige effektive Steuerbelastungen von multinationalen Unternehmen ermittelt und wirksame Methoden gegen Gewinnverlagerung ergriffen werden. Ins Visier genommen werden insbesondere:

  • Steuerschädliche Regelungen, die darauf abzielen, die Steuerbasis aus anderen Ländern abzuziehen.
  • Die Nichtbesteuerung von Unternehmensgewinnen, die durch gezielte Ausnutzung der Steuergesetze mehrerer Staaten entstehen.
  • Künstliche Gewinnverlagerungen bei mobilen Einkünften wie Zinsen, Dividenden und Lizenzen.

Weitere Informationen zum BEPS-Projekt der OECD finden Sie unter http://www.oecd.org/tax/closing-tax-gaps-oecd-launches-action-plan-on-base-erosion-and-profit-shifting.htm

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